Kerstin Gier, danke dir!

Voller Vorurteile und Ironie war ich, als ich vor ziemlich genau einem Monat zum Geburtstag ein Buch aus der Verpackung geschält hatte und verdutzt guckte. „Die Mütter-Mafia“ – wirklich? Ich konnte ja nicht anders als misstrauisch werden – nach all den gut gemeinten Hinweisen über Altern und Kinder kriegen blablabla, war ich schon ziemlich vorbelastet und auf Abwehr programiert.

Nach einigen Tagen, dem Versichern meiner Freundin, dass es sich hierbei um ein lustiges Buch und keine Andeutung handelte und vor allem nachdem ich meinen Freund erwischt hatte, der sich im Buch schon vertieft hatte und sich zu amüsieren schien, habe ich mich getraut. Ich habe heimlich an einem Wochenende angefangen, über die Mütter-Society und die Gegenbewegung, die Mütter-Mafia, zu lesen. Und es ist wirklich nicht das, was ich erwartet hatte! Es war um ein Mehrfaches besser!!! Ein Samstag lang haben mein Freund und ich uns ausgetrickst, damit jeder von uns an das Buch rankonnte. Irgendwann fanden wir die Lösung – wir haben uns gegenseitig vorgelesen. Die letzten Seiten des Buches las ich am Montag Morgen, nachdem mein Freund schon zur Arbeit abgefahren war. Da war ich also um 6 Uhr auf dem Sofa und krümmte mich vor Lachen. Dass die Nachbarn mir gegenüber seitdem etwas zurückhaltender sind, stört mich irgendwie nicht, sie kennen einfach das Buch noch nicht 😉
Das Buch war so gut, dass ich ziemlich ohne Übergang den nächsten Titel mit der Fortsetzung der Geschichte kaufte – „Die Patin“. Dieses Buch wiederum beendete ich im Zug kurz vor Mainz, wo ich umsteigen musste. In den 5 Minuten Umsteigszeit lief ich schnell die Treppen hoch, stürmte in die Bahnhofsbuchhandlung, suchte das dritte Buch aus der Reihe – „Gegensätze ziehen sich aus“, fand es, bezahlte es und lief wieder die Treppe runter, um meinen nächsten Zug gerade noch zu erwischen. Und wieder hat es sich gelohnt!
Es seien Frauenbücher, heißt es. Tja, meine drei Exepmlare liegen jetzt bei meinem Freund und werden im gleichen Tempo verschluckt, wie von mir. Es seien leichte amüsante Geschichten, habe ich in der Kritik gelesen. Und wenn es in manchen Augen „Kikifuzz-Scheiß-Weiberkramm“* ist, es sind großartige „Schnicki-schnacki-schnucki“*-Geschichten, die genau durch ihre Leichtigkeit und Situationskomik süchtig machen. Und dass die sich zu ernst nehmenden Mütter, die ihre Kinder spätestens mit vier Jahren zum Mandarin-Kurs schicken, ihren Fett ordentlich abbekommen, ist einfach so erleichternd 🙂 Eine sehr amüsante Art der Gesellschaftskritik.
Wer mehr über die Geschichte wissen will, findet zum Beispiel hier einen ersten Einstieg. Ich danke einfach der Autorin Kerstin Gier für die Lachkrämpfe und die Lachtränen! Es war köstlich!

*Zitate aus dem dritten Buch, die mich eingebunden in einem Dialog zum stundenlangen Lachen gebracht haben.

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