Eine BeziehungsTypologie

Eigentlich müßte ich mich dringend mit MedienNutzer- und vor allem mit OnlineNutzerTypologien für die bevorstehenden, letzten Prüfungen beschäftigen, nach denen der Ernst des Lebens beginnen sollte. Sagt man mir zumindest so. Aber heute morgen bin ich auf eine andere Typologie gestoßen. Natürlich nicht auf dem komplizierten Weg der empirischen Sozialforschung gebildet – aber schon ganz nah daran. Das Prinzip nennt sich nämlich individuelle Empirie – ich vermute dahinter einen anderen Ausdruck für „aus dem Bauch heraus“ oder „nach meiner ganz persönlichen Meinung“. Dieses ernste Wort Empirie verleiht aber dem ganzen einen sehr vertauenswürdigen Charakter.
Jetzt aber zurück zu der Typologie. Durch Petya bin ich auf die Beziehungstypologie gekommen. Susan Mernit hat nämlich ein ganz bestimmtes Muster erkannt, nachdem sie Freunde und Partner bis jetzt ausgesucht hat, ohne dass es ihr bewußt war. Natürlich presst sie keinen von denen in eine bestimmte Schublade:
My favorite friends are all unique, but I can see them in related ways. It’s not that they’re the same, far from it—but I do discern some themes.
Sechs verschiedene Typen hat sie für sich erkannt:

| The man who wants to change the world, at least a part of it
| The smartass, sincere smart guy
| The beauty with brains
| The smarties and the geeks
| Survivors, every type
| Fish out of water

Ich fand das natürlich sehr spannend und es war mir herzlich willkommen als Ablenkung von Job und Lernen. Also habe ich nachgedacht und mich gefragt, was mein Muster ist… Habe ich überhaupt eines? Ich habe versucht anhand von individueller Empirie 😀 meine eigene Beziehungstypologie zusammenzustellen. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass man bei mir kein eindeutiges „Beuteschema“ erkennen kann, habe ich einige Gemeinsamkeiten entdeckt und zusammengefasst:

| Die aktiv-dominanten: Nun ja, jeder, der mich kennt, weiß, was ich für einen Träumer bin… Mein Kopf ist meistens irgendwo in den Wolken, meine Gedanken schweifen herrlich oft ab und führen mich zu immer neuen Entdeckungstouren… Außerdem neige ich dazu, mich und meine Gedankenwelt ein bißchen unter Verschluss zu halten und keinen daran zu beteiligen bis es dann natürlich irgendwann knallt… Das muss wohl die Begründung sein, warum einige der wichtigsten Menschen, unter anderem mein Freund, in meinem Leben als aktiv-dominante Menschen beschrieben werden können. Ich bin nun mal der bequeme, entspannte Ruhepart – also habe ich mich instinktiv mit Aktiven umgeben. Mit solchen, die mich zurück auf den Boden holen, bevor ich mich vergesse. Solche, die mir den festen Stand geben, zu dem ich selber nicht immer ganz fähig bin.

| Die Coolen mit Vision: würde ich jetzt einen Begriff aus meiner Magi (Magisterarbeit) benutzen, würde ich sagen, das sind die Inovatoren. Diejenigen, die Trends jeglicher Art (sei es Gefühle, Technik oder Menschen) erkennen, bevor sich diese tatsächlich richtig herausgebildet haben. Das sind Menschen, die meistens den Blick so weit nach vorne haben, dass sie allen ziemlich voraus sind und meistens fast nur ungeduldig den Prozess nach vorne schieben. Dazu zähle ich auch meine Mama, die es einfach nicht aufgibt, in allem was sie macht, etwas neues und besonderes zu gestalten – sie macht Sachen, wie sie keiner vorher gemacht hat und hat meistens sehr großen Erfolg damit. Mich haben solche Menschen schon immer sehr fasziniert und angezogen. So ein bißchen habe ich auch versucht so zu sein wie sie, aber schon noch auf meiner Art 😉

| Die Älteren: solange ich mich erinner kann war ich schon immer von etwas älteren als ich umgeben. Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht warum, aber ich habe mich gefreut, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Ich wurde auch schon immer von anderen etwas älter und reifer geschätzt als ich tatsächlich bin…muss wohl an meinem Kontakt mit Älteren liegen und dass ich den anderen so ruhig erscheine 😉

| Die Unterstützung-Verdiener: neben meiner Träumerei besitze ich auch einen unheilbaren Helfersyndrom. Ich erkläre gern, ich helfe sehr gern und ich schmeiße mich noch mehr ins Zeug, wenn ich merke, dass derjenige einen Nutzen vom Ganzen ziehen kann. Natürlich bin ich nicht zu jedem so, aber ich weiß wie glücklich das machen kann, wenn jemand Erfolg hatt, weil ich ihm einen Mini-Schub gegeben habe. Und das macht dann alle glücklich 🙂

Das ist jetzt mal ein heavy langer Post geworden, aber es hat gut getan darüber schriftlich nachzudenken. Wie sieht es mit euch aus? Habt ihr auch eine Beziegunstypologie?

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