Zurück nach Hause

Dies sollte kein melancholischer Beitrag werden, deswegen habe ich mir einige Zeit gelassen und die Gedanken erstmal reifen lassen, die mich in den letzten 2 Wochen immer intensiver beschäftigt haben.

Doch es ist ein leicht trauriges Gefühl, was mich in letzter Zeit so bewegt. Ich weiß nicht, ob es die Nostalgie nach alten Zeiten ist oder doch einfach Melancholie… Ich weiß aber, dass es die Vergänglichkeit der Dinge ist, die mich zu diesem Gemütszustand treibt.
Und ich meine keinesfalls Verlust oder Abschied, wenn ich Vergänglichkeit schreibe. Es ist einfach dieses Nicht-fest-halten-können, Sich-immer-weiter-verändern-und-entwickeln und das selbe bei allen um mich herum beobachten.
Nach einigen Jahren in Deutschland habe ich die Fähigkeit entwickelt jedes meiner zwei Zu Hause-n von der Ferne beobachten zu können und vor Ort sofort verinnerlichen zu können. Das macht es mir einfacher jeweils das Ich zu sein, was dahin gehört. Aber es kostet mich auch sehr viel Energie…
Auf dem letzten Flug von zu Hause zum anderen zu Hause las ich einen Artikel aus einer völlig zufällig gekauften Zeitschrift… und dachte mir, dass jemand meine innere Welt so schön in Worte gefasst hat. Es ging um diese naive, süße Vorstellung, die man als Kind hat – jeder hat seine bestimmte Rolle in deinem Leben – Eltern sind da, um Eltern zu sein, Omas und Opas waren schon immer Omas und Opas. So lernen wir es kennen. Und so wird es immer sein, habe ich als Kind gedacht. Doch die Schauspieler in den Rollen werden gewechselt – Kinder werden Erwachsene, Mamas und Papas werden Omas und Opas. Und ohne das man gesehen oder gespürt hat, wie es kommt – man ist auf einmal in die nächste Rolle geschlüpft. Ich durfte die positive Erfahrung machen. Ich war Teil vom Rollenwechsel meiner besten Freundin – ein durch und durch glückerfülltes und erträumtes Erwachsenwerden. Und sie hat mich ohne Warnung mitgenommen… in die Erwachsenenwelt…in die nächste Rolle. Ich bin eine neue und trotzdem die alte. Ich bin stolz auf meine neue Rolle und habe doch Angst, ob ich soviel Verantwortung ertragen kann. Zurück zu Hause hat mich dann die nächste Freundin mit ihrem Rollentausch überrascht. Sie wird von nur Erwachsen zu einer Mama. Und ich freue mich mit ihr ein Stückchen erwachsener zu werden.
Ich hoffe, dass mein Ich immer zurück nach Hause kommen kann… in das eine zu Hause, wo ich meine naive kindliche Vorstellung von der Weltordnung immer wieder finden kann… und mit in jedes neue zu Hause mitnehmen kann… oder mindestens ein Stück davon!

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Comments
One Response to “Zurück nach Hause”
  1. Juliana sagt:

    Privet!
    Vsashtnost tozi pogled e tolkova estestven. Kolko stranno – tezi misli za smjanata na roloite i mestata v jivota, bezumno dulgo se vartjaha v mislite mi. Opitvah se da priemam spokoino vsjako moe az i da go haresvam,…i prodaljavam. Neprekusnato mi se nalaga da vljaza v sledvashtata poredna pozicia. Priznavam si, che mi e stranno. Njakak estestveno doide porastvaneto mi ot dete v momiche, vljubeno do ludost v muzikata. Taka bez da sam mechtala za tochno tazi…doide mojata ljubov. I stanah maika – na dve prekrasni slanza. Tova e nai-valschebnoto vreme v moja jivot do sega. Plahi stapki, topli rachichki, vjarvashti ochichki, usmihnati lichiza na dve slanza. Kak da svikna s novata rolja, kak da priema razstojanieto. Vsichko drugo e tolkova lesno, no razstojanieto e smrazjavashto. A idvat novi roli…!

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