Neues Jahr – Neues Glück?

kopie-von-img_1045.jpgBanitza (баница) ist so eine ganz leckere Angelegenheit. Wir, Bulgaren, behaupten, es ist etwas ganz typisch bulgarisches. Türken übrigens haben auch ganz ähnliche Sachen in ihrer Küche. Aber diesen Vergleich vergesse ich jetzt wieder ganz schnell. Sonst kann ich ja nicht stolz Baniza nur für die bulgarische Küche in Anspruch nehmen 😉

Was ich hier erzählen möchte ist aber von der Neujahrsbaniza (Новогодишна баница). In Bulgarien macht man das je nach Vorstellung und Tradition entweder am 31.12 oder am 01.01. Es ist eine baniza, in der jedes Stück ein Glücksbringer enthält. Jeder in der Familie sucht sich dann sein Stück von der Baniza aus und darf sein Glück für das kommende Jahr entdecken. Ich habe so meine Theorien, wie dieser Brauch entstanden ist…Da dieser Brauch sehr, sehr als ist, kann ich mir vorstellen, dass er der Arbeitsverteilung in den Familien zuerst gedient hat. Der erste Sohn kümmert sich um die Saat, der zweite um die Ernte, die Tochter um die Wolle…damit keiner sauer ist mit seinen Aufgaben natürlich. Und so zur Ablenkung haben die Mamis dann auch mal neue Liebe, neues Haus oder große Reise hinzugefügt. (Miese Nummer, oder?) Später wurden die Familien und das Leben moderner und es gab dann keine Tiere und kein Feld zu bearbeiten und es sind nur die schönen Sachen des Lebens geblieben!

Nur ob das immer so schön ist. Ich habe gezogen dieses Jahr, wie letztes Jahr und wie das Jahr davor wieder das Gleiche…Die Bildung! Was für ein Glück…Da versucht man sich wie blöd von dem einzig wichtigen abzulenken und es wird einem immer wieder unter die Nase gerieben!!! Die drei Jahren, in denen die Paralellexistenz von Uni und Arbeit bzw. die ersten Schritte in meinem Berufsfeld neben dem noch nicht abgeschloßenen Studium, sind ja ohnehin streßig und nervig genug. Und da stehe ich ja vor meiner Magisterarbeit mit der Furcht, das wäre das Letzte, was ich in meinem Leben schaffen werden. Ich bin gelähmt vor Furcht! Und da, eine Neujahrsbaniza, die mir das Glück bringen soll…und die Hoffnung…da knallt mir das Schicksal das auch noch mal auf den Tisch… So ein Glück aber auch! Und so nebenbei lächelt mich ein zweiter Glücksbringer an- das Geld wird mir auch noch zugeteilt von der gnädigen Baniza dieses Jahr. Zuerst habe ich mich sehr gefreut und dachte, ich bleibe mindestens nicht im tiefen Minus dieses Jahr. Dann packte mich die Angst…vielleicht ist das Auslegungssache. Vielleicht heißt das nur, dass ich noch viel Geld bezahlen werde bis ich fertig bin mit der Bildung. Diese Studiengebühren sind eh der Feind Nummer Eins meines Kontos! Oder soll ich es als größte Motivation nehmen – je schneller ich mit der Magisterarbeit fertig bin, desto schneller werde ich eine reiche Frau!

Ich werde noch berichten, wie sich das entwickelt in diesem Jahr. Erstmal wurde aber alles fleißig dokumentiert, um die Beweise am Ende des Jahres zu vergleichen!

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