
Heute werden es volle Zwei! Seit genau zwei Jahren sammeln sich im digitalen Zuhause von RoBlitz Eindrücke, Ideen, Sehnsüchte, Wünsche und all das, was ich mit keinem Etiket abstempeln konnte, aber loswerden musste.
Ich könnte jetzt darüber schreiben, wie passend es ist, dass mein Blog sein volles Jahr zum Ende des Kalenderjahres erreicht. So habe ich doppelten Grund in die Vergangenheit zu schauen, darüber zu sinnieren, was gut und was schlecht war, was sich wiederholen soll und was nicht, wo ich gewachsen bin, was ich verloren habe, wie glücklich und wie traurig ich war, wie viel ich gekämpft habe und ob alles einen Sinn gemacht hat.
Die Wahrheit ist – ich möchte nicht mehr zurück in das vergangene Jahr blicken! Es hatte von allem ein bißchen, was ich oben aufgezählt habe und noch ein bißchen mehr! Und es hat gereicht! All das will ich hinter mir lassen! Die Höhen und die Tiefen! Ich will es in diesem Jahr lassen und ein neues, anderes, schöneres, besseres, entspannteres, reiferes Jahr anfangen!
Ich werde nicht mehr nach hinten schauen und graben, mein Päckchen aus diesem Jahr wird mich, ob ich will oder nicht, immer begleiten! Aber damit richte ich meinen Blick nach vorne! NACH VORNE!
Und du?
Kategorien: ...musste mal gesagt werden!
Lange, lange ist es her, dass ich mir die Inspiration bei Elenko geholt habe.
Lange danach habe ich von so einem Teil geschwärmt:

Bis mein handwerklich hochbegabter Schatzissimo von der Idee angesteckt war und eine Geburtstagsüberraschung für mich zu basteln anfing. Wer schon weiß, dass mein Geburtstag im Februar ist, braucht sich gar nicht zu fragen, warum dieses Meisterstück erst jetzt der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird. Es musste für die Bilder alles stimmen
Die Wohnung, die Kamera, die Messer, das Licht, die Stimmung.
Lange Zeit musste also vergehen…

Das Holz wurde von Hand bearbeitet und mit viel Liebe und Aufmerksamkeit mehrmals geschliffen. Ich liebe diesen Waffel-Look…

Da der Messerblock sehr tief ist, hat sich Gio für die langen Spieße entschieden… es haben übrigens mehr als 1200 davon reingepasst.

Es hausen darin momentan 12-13 verschiedene Messer in allen Größen und eine Schere, es wäre aber Platz für noch einige mehr. Ach ja, so ordentlich sieht er sonst nicht wirklich aus

Und dieses Messerblock macht sich wirklich gut in meiner nicht mehr ganz neuen Amelie-Wohnung.
Ein Hoch auf den Meister und ein großer Dank an die Fotografin 

Kategorien: Meine Lieblinge
Mit Tag(s) versehen: Ideenkiste, Meisterstück, Messerblock
Vor einigen Tage habe ich etwas bei Acnapyx über den Sinn von Kommunikation gelesen. Es ist eine kleine Geschichte von Eli Bar-Yalom, die er ins Bulgarische übertragen hat. Frei von dem Anspruch, exakt und wortgetreu zu übersetzen und in dem Bewußtsein, wieviel Gefahr in einer Zweitübersetzung (also nicht aus der Originalsprache) lauert, versuche ich den Text sinngetreu wiederzugeben.
Mich erinnerte die Geschichte daran, wie wenig wir einander richtig zuhören und wie selten wir selber erkennen, welche Botschaft wir eigentlich dem Gegenüber senden wollen… Think about it!
Die verhandelnden Seiten setzten sich auf beide Enden des Tisches. Zwischen ihnen als kaum wahrnehmbarer Schatten lehnte sich der Dolmetscher.
Alle schwiegen.
Als erster fing Er an.
– Ich liebe Dich.
Sie verzog das Gesicht vor Ekel, aber der Dolmetscher machte ein Zeichen und sagte:
- Er sagt: „Ich habe die Geduld, ich bin bereit dir zu zu hören und zu versuchen, dich zu verstehen“.
Sie stieß ein Laut von sich und erwiderte mit Bitterkeit:
- Du konntest schon immer schöne Worte aneinanderreihen, aber auf Handlungen von dir werde ich wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit warten.
Der Dolmetscher drehte sich zu Ihm und sagte:
- Sie sagt: „Ich liebe Dich auch. Nur die Liebe hat mir geholfen, all dies durchzustehen“.
Er sprach wieder und in seiner Stimme hörte man den Schmerz.
- Ich kann so nicht weiter. Alles, was ich tue, gefällt dir nicht. Du kritisierst andauernd.
Der Dolmetscher drehte sich wieder zu Ihr und sagte:
- Er sagt: „Mein Ego ist groß und sehr verletzlich geworden. Es bringt mich dazu, all deine Worte als Angriffe wahrzunehmen, und ungewollt beginne ich in dir einen Feind zu sehen“.
Sie schaute Ihn an – jetzt ohne Hass. Jetzt mit diesem Bedauern, von dem die Liebe nur einen halben Schritt entfernt ist.
- Ich werde versuchen, mir das zu merken, aber auch du musst aufhören, dich wie ein Kind aufzuführen. Es ist Zeit Erwachsen zu werden, du bist bald 40 Jahre alt!
Der Dolmetscher drehte sich zu Ihm…
…Sie gingen zusammen los, Schulter an Schulter, fast Hand in Hand. An der Schwelle hielt er an, lief zum Dolmetscher zurück, klopfte ihm auf die Schulter und sagte entzückt:
- Mein Freund, du arbeitest sehr professionell! Wo wird einem so etwas beigebracht, hm?
Der Dolmetscher antwortete nicht; stattdessen fing er Ihren Blick mit seinen Augen und übersetzte für Sie:
- Er sagte zu mir: „Ich möchte es lernen, Sie alleine zu verstehen“.
Kategorien: Meine Lieblinge
Mit Tag(s) versehen: Beziehungskramm
Das Jahr ist bald vorbei und in vielen Köpfen drehen sich Gedanken um das Warum, Wozu, Wohin… Typisch Mensch versuchen viele sich neu zu sortieren, lassen das Vergangene Revue passieren… Manche wollen vieles davon mit in den nächsten Zeitabschnitt nehmen… Andere wollen vieles FÜR IMMER in diesem Jahr lassen! Oder man ist einfach auf der Suche nach einem neuen Denken, nach neuen Impulsen, nach Veränderung im Kopf!

In meinem Kopf ist von alldem ein bißchen gerade. Und ich habe eine super Anregung gefunden – ein Free eBook, iniziiert von Seth Godin, zusammengestellt von ungefähr 70 denkenden Köpfchen, mit dem einfachen Titel What matters now (pdf). Das Ding ist lang, muss aber nicht an einem Stück verzerrt werden!
Take your time and let new thoughts into your head!
Appetithäpchen im Voraus:
This year, you’ll certainly find that the more you give the more you get. Seth Godin
The Litmus Test: If you are truly enriching someone’s life, they will typically miss you in their past. They think their lives would have been even better if they had met you earlier.
You are only as rich as the enrichment you bring to the world around you. Rajesh Setty
The future belongs to people who can spread ideas. Guy Kawasaki
What Would Buddha Tweet? Mark Rovner
Mistakes happen. How you apologize matters. Don’t bullshit people – just say “I’m sorry.” And mean it. Jason Fried
Kategorien: Meine Lieblinge
Mit Tag(s) versehen: free ebook, What matters now, zum Nachdenken

Der Sehrkurztripp nach Bremen hat die Klischees in meinem Kopf bestätigt (ist sehr positiv gemeint), aber auch viel überraschendes dazu getan. Ich hatte nur dunkle Erinnerungen an dieser Stadt, was durchaus auch daran lag, dass ich sie nur bei Nacht kennengelernt habe. Aber ich wußte es – schon damals hat es mir super gefallen und jetzt fand ich sie noch gemütlicher
Gedanken aus Bremen in Kurz:
die Norddeutschen sind soooo gemütliche und gelassene Menschen, auch wenn es streßig wird
die Zugführer in Norddeutschland haben immer coole Sprüche drauf, grüßen ihre Fahrgäste mit „Moin!Moin!“ und kündigen die letzte Station in etwa so an: „Liebe Fahrgäste, wie Sie es wahrscheinlich schon erraten haben, nähern wir uns der Endstation!“
eine Stadt mit Fluß ist immer sehr zu genießen
eine Stadt mit einem Theater auf dem Schiff ist außerordentlich viel zu genießen, besonders wenn man eine gut gelungene Komödie im Schifftheater miterlebt… „Abba Hallo“ sage ich nur dazu
Ach ja Klofrauen nenne ich ab jetzt Sanitäranlagenwartungspersonalfachfrauen, wenn ich es viel übe, kann ich es bestimmt irgendwann am Stück!
es gibt immer noch Menschen, die sogar in besonders schlimmen und ärgerlichen Situation kein schlimmeres Schimpfen können als „Ach du liebe Zeit!“ – ok, dafür können das diese Menschen in endlos Schleife von Düsseldorf bis Osnabrück…
Nichts pflegt die Seele besser als sich die Zeit für liebe Menschen zu nehmen!
Ich will Bremen nächstes Mal auch bei Tageslicht bewundern
Bildquelle: http://www.threadless.com/critique/5165/The_Musicians_of_Bremen
Kategorien: ...musste mal gesagt werden!
Mit Tag(s) versehen: Bremen, die Norddeutschen, Kurztripp, Theaterschiff